Vivian Jung

Von Hause aus bin ich eigentlich Lehrerin für Mathematik und Kunsterziehung, und vor kurzem stand auch noch Homöopathie auf meinem Stundenplan: Ich habe das große Glück, bei einem Meister (nach wie vor) in die Lehre gehen zu dürfen, der über ein brillantes, tiefgründiges Wissen und auch über langjährige Lehr- und Praxiserfahrung verfügt. Um dem Ganzen die nötige Basis zu geben, habe ich zeitgleich meinen Heilpraktiker gemacht …

Wie ich zur Astrologie und alternativen Heilkunde kam

Nach einer reibungslosen Geburt Ende November des Jahres 1964, habe ich gleich ziemlich früh und intensiv Bekanntschaft mit den Möglichkeiten der Schulmedizin gemacht. Nachdem ich das überlebt hatte, habe ich ein zweites Mal intensiv Bekanntschaft mit den Möglichkeiten der Schulmedizin gemacht. Nachdem ich auch das überlebt hatte, habe ich meine Eltern neu kennen gelernt und mich mit ihnen angefreundet. Dann durfte ich unter der Diktatur der Arbeiterklasse eine fast sorgenfreie Kindheit erleben. Ich wuchs mit meinen Geschwistern nahe der schönen Ostsee auf und nach einer kleinen Rundreise durch einige Länder verschiedener Herren, bin ich seit über zwanzig Jahren wieder in meiner Heimat ansässig. Aber so richtig ! Man kann mich kaum vom Fleck bewegen, und das kommt, weil der Fleck so schön ist …

Nachdem ich in Thüringen Mathematik und Kunsterziehung studiert hatte, meine erste Tochter gebar und eine Weile in Berlin als Lehrerin gearbeitet hatte, bin ich Joachim begegnet. Er hat mich vom bösen Drachen Großstadt befreit und mich auf einem weißen Pferd zu diesem bezaubernden Fleckchen Erde gebracht. Dann haben wir erst einmal zusammen einige Kinder bekommen, die Töpferei und Gartenarbeit betrieben. Später kamen verschiedene Tiere dazu und unser kleines Biocafé. So haben wir viele Jahre lang meistens gute Zeiten erlebt und unsere Kinder groß gezogen. Die schlechten Zeiten haben wir zusammen durchgestanden und viel aus ihnen gelernt. So hat mich mein Weg wieder und wieder mit natürlichen, alternativen Heilweisen in Berührung gebracht. Um die Ärzte habe ich immer einen großen Bogen gemacht, auf Grund der anfänglich prägenden Erfahrung. Allerdings haben sie mir bei der Geburt unseres vierten Kindes das Leben gerettet. Diese Geburt war eine prägende Erfahrung und hat meinem Leben einen neuen Impuls gegeben. Ich konnte nun jeden Tag als ein Geschenk ansehen. Obwohl mir die freundliche Ärztin eine weitere Schwangerschaft untersagt hatte, ließ die nicht lange auf sich warten. Das war der Punkt, an dem wir alles Erdenkliche versucht haben, um eine weitere lebensgefährliche Geburt abzuwenden. Nach neun Monaten intensivster Bemühungen, konnten wir unseren Lohn lächelnd in die Arme schließen.

Ich sage mir, weil ich diese grundlegenden Änderungen der Lebensweise ohne die Unterstützung und Ermutigung meines Mannes nicht geschafft hätte. Längst schon hatte ich mich in zuverlässige Heilpraktiker-Hände begeben und markante Erlebnisse mit sanften, wirkungsvollen Methoden gemacht. Mit und vor allem auch ohne Glauben …

Ein wesentlicher Meilenstein in meinem Leben war die Begegnung mit der Königin der Wissenschaften – der Astrologie. Ich fing sofort Feuer und habe von Stund‘ an hauptsächlich in astrologischen Bahnen gedacht. Kurs folgte auf Kurs, dann ein mehrjähriges Studium. Parallel dazu natürlich entsprechendes Literaturstudium und unzählige praktische Übungen. Ich hatte tolle Lehrer, denen ich sehr viel zu verdanken habe. Darüber sind einige Jahre ins Land gegangen. Die Kinder wurden pflegeleichter und mein unruhiger Geist verlangte nach Nahrung. Wiederum gab es eine prägende Begegnung mit einem weiteren Lehrer. Bei ihm habe ich über viele Jahre die Technik der Prana-Heilung erlernt, erfolgreich angewendet und darauf hin meine Praxis eröffnet. Das ist jetzt über zehn Jahre her. Seitdem praktiziere ich mit wachsender Begeisterung die Kombination von Astrologie und Prana-Heilung. Aber das Leben überrascht uns mit Türen, die sich öffnen und auch mit solchen, die sich schließen.

Wieder war es ein gravierendes Ereignis, das den neuen Impuls auslösen sollte: Diesmal war unsere Tochter ernsthaft erkrankt. Letztlich hat uns hier die Homöopathie aus einer grenzwertigen Situation heraus geholfen. Dieses Erlebnis hat mich zu der Einsicht geführt, dass die ernsthafte Arbeit mit Homöopathie sicheres, meisterhaftes Wissen voraussetzt und jeder Therapeut verantwortungslos wäre, der hofft, dass die betroffenen Menschen möglicherweise durch ihren Glauben an die Wirksamkeit des Mittels geheilt würden. Redensweisen, wie „Homöopathie hilft manchmal oder eher bei leichten Beschwerden“, zeugen von Unkenntnis. Homöopathie mit fundiertem Hintergrundwissen verabreicht, hilft in jedem Falle, wenn das Mittel richtig gewählt wurde. Derjenige, der die Wahl treffen muss, hat die Qual. Oder anders gesagt, ist ein Mathematiklehrer, der Fehler macht, kein Beweis dafür, dass die gesamte Mathematik nicht funktioniert.

Es kam, wie es kommen musste – ich habe mich abermals auf die Schulbank gesetzt. Diesmal stand Homöopathie auf dem Stundenplan. Ich habe das große Glück, bei einem Meister (nach wie vor) in die Lehre gehen zu dürfen, der über ein brilliantes, tiefgründiges Wissen und auch über langjährige Lehr- und Praxiserfahrung verfügt. Um dem Ganzen die nötige Basis zu geben, habe ich zeitgleich meinen Heilpraktiker gemacht. Jetzt haben fast alle unsere Kinder die Schulzeit hinter sich – und die Mutter hat immer noch nicht ausgelernt …