Ausbildung

In unserer Werkstatt werden zeitgleich bis zu sieben Lehrlinge ausgebildet – in jedem neuen Lehrjahr ca. zwei, jedoch keine Gesellen. Die Ausbildung folgt einem recht anspruchsvollen Konzept, das von jedem Lehrling auch Vieles abfordert, aber das Ergebnis spricht erfahrungsgemäß dann auch für sich. Darüber hinaus nehme ich ausschließlich Nichtraucher und vorwiegend Vegetarier in die Ausbildung – das begünstigt in unserer Arbeit eine hohe geistige Klarheit. Mehr zu diesen Einschränkungen kann man gegebenenfalls über unsere Heilpraxis erfahren …

Alte Überlieferungen, von denen jedes althergebrachte Handwerk lebt, sind in vielen Töpfereien oft nicht mehr voll wirksam. Ich habe für die Ausbildung in den Werkstätten ein Fachbuch geschrieben, welches abgebrochene Traditionslinien überbrücken und den Ausbildern eine Hilfe sein soll. Für Lernende ist es auf Grund der Dreidimensionalität des Geschehens erst eine Hilfe nach direkter Anleitung.

Es gibt viele umständliche Töpfer-Methoden, die ohne Nachzudenken übernommen wurden. Dabei existieren überall auf der Welt kreative Ideen, die zu kennen sich lohnt. In der Töpferei lernt man nie aus, und ein Leben reicht nicht, um nur annähernd das Wesen des Materials Ton zu erfassen. Daher nehme auch ich selber jede mir begegnende Erfahrung dankbar an.

Wer das Material Ton mit Leidenschaft tiefgründiger kennenlernen möchte, kann sich bei mir gerne melden, und ich versuche, ihm ein guter Lehrer und Ratgeber zu sein … Euer Joachim Jung